Tipps zur Fliesenverlegung

Da ich auf meinem Blog schon ausführlich über die Reinigung von Fliesen berichtet habe, möchte ich mich in diesem Beitrag der Verlegung von Fliesen widmen. Fliesenverlegung mag zunächst als schwierige Arbeit erscheinen. In Wirklichkeit muss es aber nicht besonders kompliziert sein. Wichtig sind die richtigen Werkzeuge und Materialen und ein Verständnis für die richtige Verlegungstechnik. Nachfolgend schauen wir uns eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an, wie man diese Arbeit erledigen kann.

Die richtigen Fliesen auswählen

Ihr solltet euch etwas Zeit zum Recherchieren nehmen, bevor ihr in das nächste Geschäft geht und irgendetwas kauft. Verschiedene Materialien dienen verschiedenen Zwecken, und auch wenn euch viele verschiedene Optionen zur Verfügung stehen, werdet ihr in der Regel doch bald merken, dass für eure Bedürfnisse eine bestimmte Fliesenart besonders geeignet ist. Steinzeug wird häufig eher für dekorative Zwecke verwendet, während Terrakottafliesen gut zur Feuchtigkeitsabweisung und für extreme Temperaturen geeignet sind. Ihr solltet ein Gefühl für die verschiedenen Alternativen bekommen, dann entscheiden, was für euch am besten geeignet ist und die Fliesen kaufen, die ihr benötigt.

Der Boden gründlich vorbereiten

Die Vorbereitung des Bodens hängt ganz davon ab, welche Fläche schon am Anfang besteht. Wenn der Untergrund bereits bis auf den Beton freigelegt ist, solltet ihr ihn bestmöglich glätten, bevor ihr beginnt. Dies kann von Hand oder mit einem Betonschleifer geschehen. Dieser ermöglicht euch die volle Kontrolle über das Projekt und ermöglicht zudem eine staubfreie Arbeit, je nachdem, welches zusätzliches Equipment ihr benutzt.

Fliesen anordnen und Auftragung des Fliesenklebers

Sobald der Untergrund vorbereitet ist, müsst ihr die Fliesen an ihrem jeweiligen Platz auslegen. Dies ist grundsätzlich ein einfacher Arbeitsschritt, aber ihr solltet dabei Abstandskeile verwenden, um die schmalen Fugen zwischen den Fliesen gleichmäßig herzustellen. Es kann auch ebenfalls nötig sein, einige Schneidearbeiten an den Kanten oder den Strukturen, die im Boden eingebaut sind, durchzuführen. Ihr braucht hierfür ein präzises Schneidewerkzeug, jedoch ist das Schneiden nicht allzu schwer, solange ihr genau messt. Durch eine gute Planung kann man dabei unschöne Schnittmuster beseitigen. Hier spreche ich aus eigener Erfahrung. Leider kann man nach der Fertigstellung nur mit sehr großem Aufwand gemacht Fehler wieder ausbessern.

Provisorische Fliesenanordnung

Grobe Anordnung der Fliesen und Verwendung von Abstandkeilen

Wenn ihr das Muster ausgearbeitet habt, entfernt man die Fliesen und bringt den Fliesenkleber auf den Boden auf. Die geschieht wie das Verteilen von Zement. Das einzige, worauf ihr achten müsst, ist, dass der Kleber möglichst eben und gleichmäßig aufgetragen wird, um ein bestmögliches Resultat zu erhalten.

Die Fliesen verlegen und den Fugenmörtel einbringen

Nach dem Ausbringen des Fliesenklebers besteht der nächste Arbeitsgang darin, die Fliesen wieder so auszulegen, wie ihr dies vorher getan hattet und drückt diese dann vorsichtig in den Kleber. Achtet darauf, dass alles eben und flach bleibt und wenn ihr fertig seid, könnt ihr die Abstandskeile entfernen und den Boden so lassen, wie er später sein wird, nur mit schmalen Fugen zwischen den einzelnen Fliesen. Das Ganze muss nun für ein oder zwei Tage trocknen, bevor ihr zum letzten Arbeitsgang übergeht.

Der letzte Schritt ist, den Fugenmörtel in die Fugen einzubringen. Wenn dieser getrocknet ist, gibt das dem Boden den letzten Schliff. Nun müsst ihr noch die Überstände wegkratzen und aufwischen. Ihr habt nun einen ganz neuen Fliesenboden, den ihr selbst komplett gestaltet und verlegt habt.

Aufgefüllte Fliesenfugen

Verfugte Fliesen in der Küche

Fliesen verlegen ist einfacher als gedacht und sollte für jeden machbar sein. Üben sollte man vielleicht zuerst in Räumen welche nur selten betreten werden. Dazu bieten sich zum Beispiel Abstellräume an. Dort kann man dann seine Technik verfeinern und aus eigenen Fehlern lernen.